Xipe Totec und das Tlacaxipehualiztli-Fest bei den Azteken / Xipe Totec e a Festa de Tlacaxipehualiztli no Contexto Religioso Asteca

Autor Principal: Ana Paula de Paula Loures de Oliveira
Tipo: Teses/dissertações
Idioma: Alemão
Publicado em: 1999
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Link Texto Completo: http://tede.ibict.br/tde_busca/arquivo.php?codArquivo=248
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In dieser Strophe des Gesanges für den Gott Xipe Totec wird deutlich, daß er für die Azteken in einem engen Zusammenhang mit der Vegetation stand, was auch immer wieder von der Wissenschaft herausgearbeitet wurde.

Bei diesen Betrachtungen scheint allerdings dem letzten Vers nicht genügend Beachtung geschenkt worden zu sein.

Es kommt hier die starke Verbindung des Gottes mit dem Krieg zum Ausdruck, die von vielen Forschern unterbewertet wurde.

In dieser Arbeit fragen wir uns nun nach der tatsächlichen Gewichtung der Eigenschaften im Charakter der mittelamerikanischen Gottheit.

Im aztekischen Ritualkalender war Xipe der Schirmherr des zweiten Festes im Jahr, bekannt als Tlacaxipehualiztli, das Fest der Menschenschindung.

Es gab im Ritualkalender achtzehn Feste, die auch Monate genannt werden.

Ein Fest hatte die Dauer von zwanzig Tagen, woraus sich ein Jahr mit 360 Tagen ergeben hätte, doch diesem wurden fünf nemontemi, Unglückstage, hinzugefügt, so daß ein Sonnenkalenderjahr mit 365 entstand.

Jedes Fest hatte seine Schirmgottheit, zu deren Verehrung eine große Anzahl von Zeremonien und Opferungen vorgeschrieben war.

An Tlacaxipehualiztli gab es verschiedene Opferarten, wobei der Ritualkampf mit dem Herausreißen des Herzens und der Häutung des Geopferten die wichtigste war.

Der Ritualkampf oder Sacrificio Gladiatorio war ein ungleicher Kampf, bei dem der Gefangene an einen runden Stein gebunden wurde und mit Scheinwaffen gegen die Adler- und Jaguarkrieger kämpfen mußte, die scharf bewaffnet waren.

Wenn er verletzt war, wurde er zum Opferstein genauer, nach dem Fall Teotihuacans und der Ankunft der Tolteken-Chichimeken in der Hochebene Mexikos.